wtorek, 25 maj 2021 16:17

Darauf ist beim Reimport zu achten

EU Fahrzeuge EU Fahrzeuge pixabay

Oftmals sind EU Fahrzeuge wesentlich günstiger als für den deutschen Markt produzierte Pkws. Wenn man Preisunterschiede nutzen möchte, sollte man zwischen einem Kauf bei einem deutschen Importeur oder bei einem Händler aus dem Ausland (Eigenimport) abwägen.

 

Wieso sind die Preise der EU Fahrzeuge günstiger?

Im Ausland sind die Nettopreise der Pkws wesentlich niedriger als in Deutschland. Wenn ein nicht zugelassenes neues Auto exportiert wird, bleibt nur der Nettopreis übrig. Es fallen in der Regel keine nationalen Steuern an. Bei einer Anmeldung des Fahrzeugs in Deutschland wird eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent fällig. Daher ist es sicher empfehlenswert, die Mehrwertsteuersätze einzelner Länder zu vergleichen. In Einzelfällen können die Preisunterschiede bis zu 30 Prozent ausmachen.

Günstige Kaufländer für Pkws sind vor allem Spanien, Finnland, Dänemark, Griechenland, die Niederlande, gelegentlich Frankreich oder Belgien.

Vor dem Kauf Ausstattung vergleichen

Beim Preisvergleich sollte man mögliche Unterschiede in der Ausstattung beachten. Die Modellbezeichnung ist nicht ausreichend, um zuverlässige Informationen über die Ausstattung zu erhalten. Es ist empfehlenswert, Preislisten und Prospekte mit denen deutscher Vertragshändler zu vergleichen, falls man ein Auto nicht selbst besichtigen kann.

Jedoch muss das "Basis"- Fahrzeug europaeinheitlichen Normen entsprechen. Daher muss man nicht befürchten, eine minderwertigere oder andere Technik zu erhalten.

Schriftlich Vereinbarung

Im Kaufvertrag sollten Ausstattung, Preis und Übergabetermin schriftlich festgehalten werden. Zusätzlich ist es wichtig, den Begriff "Neufahrzeug" zu erwähnen. Normalerweise gilt für den Vertrag das Recht des Kauflands. Vor der Unterschrift ist es wichtig, den Vertrag und das Kleingedruckte in Ruhe durchzulesen. Falls es notwendig ist, sollte man den Inhalt übersetzen lassen.

Fahrzeug - Übergabe des Fahrzeugs

Im Kaufland sollte man sich die Kaufrechnung und übliche Fahrzeugpapiere unbedingt im Original übergeben lassen. In deutschen Zulassungsstellen werden keine Kopien akzeptiert. Zusätzlich muss man darauf bestehen, dass die EU-weit gültige Typgenehmigung CoC ausgehändigt wird.

Was sollte man bei der Überführung nach Deutschland beachten?

Man kann für die Überführung nach Deutschland ein Überführungs- oder Ausfuhrkennzeichen nutzen. Nur in einigen Kaufländern wie beispielsweise Niederlande oder Dänemark kann man es mit der entsprechenden Versicherung ohne Probleme erhalten. Man sollte den Händler fragen, ob er bei der Beschaffung behilflich sein kann. Der Transport auf einem Anhänger ist problemlos, da in diesem Fall keine Fahrzeug-Zulassung erforderlich ist. Grundsätzlich sind deutsche Kurzzeitkennzeichen nicht dafür vorgesehen, im Ausland benutzt zu werden. Es existieren jedoch Abkommen über die gegenseitige Anerkennung von nationalen Probe- und Überführungskennzeichen und entsprechender Fahrzeugpapiere mit Italien, Österreich und Dänemark.

Beim Eigenimport Umsatzsteuer beachten

Wenn man ein neues Auto gekauft hat, muss man die Originalrechnung innerhalb von zehn Tagen nach dem Fahrzeugkauf beim zuständigen Finanzamt einreichen. Dort wird auch die deutsche Mehrwertsteuer bezahlt.

Neuwagengarantie - wichtige Hinweise

Man sollte darauf achten, der ausländische Vertragshändler die vollständigen Garantieunterlagen im Original abgestempelt hat. In den Unterlagen muss die Fahrgestellnummer des Fahrzeugs und das Übergabedatum vermerkt sein. In den Garantiebedingungen findet man exakte Angaben zum Beginn der Garantie und zur Laufzeit. Alle Vertragswerkstätten eines Herstellers sind laut EU-Recht dazu verpflichtet, auch an Fahrzeugen Garantieleistungen zu erbringen, die man in einem anderen EU-Land gekauft hat. Im Garantiefall kann man sich an eine Vertragswerkstatt in der Nähe wenden.

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