Donnerstag, 05 März 2020 14:00

Was man über Escitalopram wissen muss

Bei Escitalopram handelt es sich um ein Antidepressivum, aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI). Zu dieser Gruppe gehören viele Medikamente, angefangen vom pflanzlichen Wirkstoff aus dem Johanniskraut bis hin zum Escitalopram. Diese Medikamente können dem Körper helfen, den natürlich vorkommenden Serotoninspiegel im Gehirn auszugleichen.

 

Wann wird Escitalopram angewendet?

In den meisten Fällen wird Escitalopram von Ärzten und Therapeuten zur Behandlung von Depressionen oder allgemeinen Angstzuständen verschrieben. In wenigen Fällen wird Escitalopram neben weiteren Medikamenten und Therapien zur Behandlung von Depressionen und weiteren psychischen Leiden angewendet. Forschungen zeigen, dass das Antidepressivum sehr sicher bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12-17 Jahren ist, aber nicht bei jüngeren Kindern angewendet werden sollte.

Das Mittel ist zur Behandlung von depressiven Erkrankungen vorgesehen, sowie der Behandlung von Angststörungen wie Panikstörungen, sozialen Angststörungen oder Agoraphobie.

Nebenwirkungen von Escitalopram

Obwohl das Mittel relativ häufig in Deutschland verschrieben wird, ist es nicht ganz ungefährlich, wie Erfahrungen über die Nebenwirkungen von Escitalopram zeigen. Unter anderem berichten Patienten, denen Escitalopram verschrieben worden ist von Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Übelkeit und Durchfall, sowie innerer Unruhe oder Müdigkeit.

Bis das Medikament seine volle Wirkung entfaltet hat, kann es einige Zeit dauern. Die meisten Antidepressiva, wie Escitalopram, wirken, indem sie dabei helfen den Hormonhaushalt im Körper neu auszubalancieren. Dafür muss der Escitalopram-Spiegel sich im Blut erst stabilisiert haben, bis das Medikament wirklich wirken kann. Durch diese lange Dauer, bis die Wirkung eingetreten ist, sollte das Medikament nur in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden.

In der Regel wird Escitalopram mindestens sechs Monate nach Eintreten der Besserung eingenommen, damit die Psyche stabilisiert werden kann und es nicht zu einem Rückfall kommt. Anschließend wird das Medikament zusammen mit dem Arzt abgesetzt.

Eine Einnahme von Escitalopram sollte, wie bei allen Antidepressiva, nicht leichtfertig vorgenommen werden. Das Medikament ist rezeptpflichtig und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Anstelle von Selbstmedikation sollte zuvor ein Arzt aufgesucht werden. Wenn kurzfristig kein Termin oder Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten verfügbar ist, dann ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Außerdem bieten die gesetzlichen Krankenkassen Hilfe bei der Termin- und Therapieplatzsuche an.

Wie wirkt Escitalopram?

Das Antidepressivum gehört zur Gruppe der SSRI, das heißt es hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin im Gehirn. Durch die erschwerte Wiederaufnahme des Botenstoffs im Gehirn bleibt dieser länger für Rezeptoren verfügbar und kann damit helfen Hormonlevel im Gehirn wieder auszugleichen.

Damit wirkt Escitalopram speziell auf die vermutete Ursache der meisten psychischen Erkrankungen. Diese lassen sich in vielen Fällen auf ein Ungleichgewicht der verschiedenen Botenstoffe zurückführen. Dieses hormonelle Ungleichgewicht sorgt wahrscheinlich für die psychischen Erkrankungen. SSRI helfen dabei das Ungleichgewicht auszugleichen.

Neurotransmitter spielen bei der Verarbeitung emotionaler Prozesse eine zentrale Rolle. Der Botenstoff Serotonin beispielsweise ist bei einer hohen Konzentration im Gehirn für ein gutes, gelassenes Gefühl verantwortlich und hemmt gleichzeitig Gefühle von Angst, Aggressionen und Wehmut.

Escitalopram und andere SSRI-Mittel haben dabei fast ausschließlich Einfluss auf den Serotoninspiegel und wirken sich so gut wie nicht auf andere Botenstoffe wie Adrenalin aus. Hierdurch sind die SSRI-Medikamente relativ sicher und haben nur die relativ gut kontrollierbaren Nebenwirkungen, die oben beschrieben wurden.

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