Dienstag, 01 September 2020 14:02

Was tun wenn das iPhone ins Wasser gefallen ist?

Datenrettung Datenrettung

Smartphones, darunter auch iPhones, können heutzutage schnell einmal ins Wasser fallen, die Badewanne oder der Whirlpool zum Beispiel. Auch Regen kann dies verursachen. Meist verweigert das Gerät danach den Dienst. Allerdings ist das nicht zwingend das Ende. Es gibt Mittel und Wege zur Datenrettung, man muss nur wissen, wie. Ein Überblick.

 

Gerät möglichst schnell aus Wasser entfernen

Natürlich sollte das iPhone nach der Berührung mit Wasser möglichst schnell aus dieser Situation befreit werden. Denn je länger es im Wasser verbleibt, umso mehr Wasser kann auch durch das Fach für die SIM-Karte, Ladebuchse, Lautsprecher oder den Homebutton ins Gehäuse dringen.

Ausschalten und Akku entfernen

Durch das sofortige Ausschalten des iPhones werden die meisten Bauteile vom Stromkreis getrennt und können nicht mehr so schnell beschädigt werden. Was Wasserschäden nämlich meistens erst zu Schäden werden lässt, ist der Strom, der durch die Wasserzufuhr unkontrolliert alle Bauteile durchschmoren kann.

Außerdem sollte auch sofort der Akku aus dem iPhone entfernt werden, damit auch der noch am Akku hängende Teil des Handys nicht mehr unter Strom steht. Im Normalfall betrifft das so ungefähr ein Drittel der Bauteile. Vor allem bei neueren Modellen ist das Entfernen des Akkus nicht einfach, meist sogar fast unmöglich. Dafür müsste dann ein seriöser Reparatur-Shop beauftragt werden. Passiert die Entfernung des Akkus innerhalb der ersten ein bis zwei Stunden, erhöhen sich die Chancen fürs iPhone, den Wasserschaden zu überleben, um ca. 25 Prozent.

Gerät trocknen

Egal ob der Akku sofort oder erst nach einer kurzen Zeit entfernt wird, sollte das iPhone auf jeden Fall sofort von außen getrocknet werden. Dies passiert am besten mit Küchenpapier oder einem Handtuch. Leicht zu entfernende Bauteile wie etwa die Schutzhülle oder das Fach für die SIM-Karte sollten abgenommen werden. Man sollte auf jeden Fall davon absehen, Heißluftgeräte zum Trocknen zu benutzen. Ofen, Mikrowelle, Haartrockner oder

Heizung scheinen hier verlockend, jedoch kann sich Kondenswasser im Gehäuse bilden. Dieses ist für die einzelnen elektrischen Bauteile meist noch fataler als das zuvor eingedrungene Wasser, da sich das Kondenswasser deutlich schneller, nämlich über die Luft, verbreiten kann. Stattdessen kann man ganz einfach einen Staubsauger nehmen und versuchen, durch Öffnungen wie die Ladebuchse oder den Kopfhörereingang das Wasser aus dem iPhone zu saugen.

Der Reis-Trick

Eine andere Möglichkeit zum Trocknen besteht darin, das iPhone für mindestens 72 Stunden in einen Beutel voll ungekochtem Reis zu legen. Für diese Zeit muss man dann natürlich offline sein und auf die alltäglichen Vorzüge eines iPhones verzichten. Allerdings verspricht diese Herangehensweise meist beste Ergebnisse.

Reis ist hydrophil, das heißt, er entzieht seiner Umgebung Wasser und nimmt es leicht auf. Dabei müssen allerdings ein paar Aspekte beachtet werden. Beispielsweise sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass das Handy vollständig von Reis umschlossen ist, damit dieser sein Werk bestens verrichten kann. Auch sollte definitiv darauf geachtet werden, dass das iPhone nach dem Entnehmen aus dem Reisbeutel für weitere fünf bis sechs Stunden nicht an ein Ladegerät angeschlossen wird. Sollte sich noch Wasser in der Ladebuchse befinden, kann dieses bisschen ausreichen, um dem ganzen Innenleben den Garaus zu machen.

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