Dienstag, 27 Oktober 2020 10:46

Uni-Tipps: So verschriftlicht man ein Interview richtig

Transkription Transkription

Um im Studium einen vollwertigen Abschluss erreichen zu können, muss man zuvor meist eine speziell geartete, schriftliche Arbeit einreichen. Diese basiert so gut wie immer auf strikten Vorgaben und erfordert nicht selten ein immenses Pensum an Hingabe.

Im Zuge dieser Arbeiten werden daher meist auch Interviews mit anderen Menschen geführt. Diese Interviews sollte man immer auch verschriftlichen, die Rede ist hier von Transkription. Diese ist besonders wichtig, damit die Prüfer und auch die allgemeine Leserschaft im Nachhinein besser nachvollziehen kann, wo genau bestimmte Zitate und die Ergebnisse der Arbeit herkommen.

Bei der Transkription gibt es jedoch einiges zu beachten. Insbesondere sollte man durch die schiere Menge an Arbeit immer auch diverse Tipps und Tricks beachten, wie man sich die Arbeit vereinfachen kann. Ein Überblick.

Die Vorbereitung

Zunächst sollte man sich immer im Klaren darüber sein, was genau das eigentliche Ziel ist. Dabei ist auf jeden Fall ein gewisses Interesse für das eigentliche Thema der Abschlussarbeit definitiv empfehlenswert. Nicht selten wird auch bei Bewerbungsgesprächen seitens des Personalmanagements eines Unternehmens nach Inhalt, Ergebnissen und vor allem Bewertung der Abschlussarbeit im Studium gefragt. Hat man nur wenig bis kein Interesse an der eigentlichen Arbeit, läuft man Gefahr, sie nur halbherzig durchzuführen.

Ein wichtiger Punkt bei der Vorbereitung eines Interviews besteht darin, die Liste der Themen und Fragen vorher mit weiteren Personen zu besprechen. Hierbei helfen meist die jeweiligen Professoren, doch auch Freunde und Familienmitglieder können hier um Hilfe gebeten werden. Des Weiteren sollte man immer darauf achten, dass auch die jeweiligen Gesprächspartner in den Interviews bestens vorbereitet sind. Infolge dessen können sie weitaus kürzere und präzisere Antworten auf Fragen geben, ohne noch lange überlegen zu müssen.

Beim Interview selbst sollte man sehr darauf achten, dass erstens die Umgebung nicht zu laut ist. Geschlossene Fenster sind dabei vor allem im städtischen Raum sehr wichtig. Außerdem sollte das Mikrofon immer in direkter Nähe zum Befragten aufgestellt sein. So sind die Antworten, die man für die Auswertung braucht, meist um einiges besser zu verstehen. Die eigenen Fragen müssen nicht unbedingt mit aufgenommen werden.

Das Interview

Was das spätere Verschriftlichen eines Interviews sehr vereinfachen kann, ist, wenn man jede Antwort des Befragten nach ihrer Beendigung noch einmal kurz zusammenfasst. Hierfür ist auch ein zweites Mikrofon in direkter Nähe zum Interviewer nicht verkehrt.

Die Transkription des Interviews sollte daraufhin so bald wie möglich erfolgen. Aus diesem Grund hat man das Gesagte noch frisch im Gedächtnis. Je länger man wartet, umso mehr können bestimmte Punkte des Interviews in Vergessenheit geraten. Gibt es nun eine Stelle, wo beispielsweise das Gesagte auf der Aufnahme unverständlich ist, kann man sich direkt nach dem Interview meist noch genau daran erinnern.

Des Weiteren sollte man sich viel Zeit einplanen. Generell gilt, dass man für die Nachbearbeitung eines einstündigen Interviews rund vier bis sechs Stunden einplanen sollte. Natürlich gibt es Menschen, die sehr schnell tippen können, doch wenn der Befragte nur sehr langsam redet, hilft einem das meist auch nicht mehr weiter. Im Anschluss an die Transkription empfiehlt sich zudem, sie noch einmal aufmerksam durchzulesen. Viele Fehler offenbaren sich erst jetzt und nicht schon beim Schreiben.

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