Mittwoch, 05 August 2020 17:51

Die Grillsaison genießen - so schützt man sich vor Unfällen

Pellets Pellets

Jedes Jahr wird eine Vielzahl von Unfällen, die sich beim Grillen ereignen, verzeichnet. Doch diese sind eigentlich zu vermeiden. Jedoch geht es vielen Grillmeistern einfach nicht schnell genug, weshalb sie beispielsweise ein wenig Spiritus als Brandbeschleuniger auf den Grill schütten – oft mit verheerenden Folgen.

 

 

Doch auch Lampen Öl, Benzin oder sogar Diesel sind beliebt, um das Treiben auf dem Grill anzutreiben. Relaxen ist vielen Menschen beim Grillen ein Fremdwort. Es gibt allerdings einige Tipps, die, wenn sie beachtet werden, das Grillen zu einem tollen und vor allem ungefährlichem Vergnügen machen. Was den Grill selbst betrifft, ist das Grillen mit Pellets auf einem Pellet-Grill im Übrigen besonders angenehm.

 

Keinen Brandbeschleuniger nutzen

In Bruchteilen von Sekunden entzündet sich die Kohle explosionsartig. Zum Weglaufen bleibt da kaum Zeit. Der Effekt wird umso stärker, desto mehr Zeit zwischen dem Tränken mit der jeweiligen Flüssigkeit und dem Entzünden vergeht.

Spiritus und Benzin verdampfen nämlich. Dieser gefährliche Dampf kann durch das Anzünden in einem großen Feuerball resultieren, der sich sowohl nach oben als auch seitlich ausbreitet. Die Folgen sind ebenso schwerwiegend, wenn Spiritus oder ähnliche Substanzen über die heiße Kohle direkt aus der Flasche gekippt werden. Hier wird eine Version eines gefährlichen Molotow-Cocktails geschaffen, der in der Hand des Grillers explodiert.

Grillen: Nur unter freiem Himmel

Grillkohlen und Holzkohlegrills dürfen generell lediglich unter freiem Himmel genutzt werden. Werden diese in geschlossenen Innenräumen aufgestellt, entstehen Brandgase, die geruchslos sind und somit schwere Vergiftungen hervorrufen können. Das gleiche gilt, wenn die Restwärme des Grills zum Aufheizen von Innenräumen genutzt werden soll. Durch einen eventuellen Funkenflug entsteht eine zusätzliche Brandgefahr.

In geschlossen Räumen dürfen ebenfalls keine Gasgrills genutzt werden. Diese sind für die Verwendung im Inneren nicht zugelassen, da sie eine deutlich größere Menge an CO2 ausstoßen, als ein herkömmlicher Gasherd. Soll dennoch in Innenräumen der Grill angeschmissen werden, muss unbedingt ein Elektrogrill genutzt werden.

Blasebalg als Hilfe zum Anfeuern

Im Handel findet sich eine große Auswahl an unterschiedlichen Grillanzündern, welche die Kohle auf dem Grill ohne Gefahr in Brand setzen. Diese gibt es sowohl in fester Form als auch aus der Flasche oder als Paste. Diese Art der Grillanzünder sind offiziell geprüft und damit als sicher einzustufen. Dennoch sollte dabei stets die Gebrauchsanweisung exakt befolgt und ruhig vorgegangen werden.

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn es 30 Minuten oder sogar länger dauert, bis die Kohle beginnt, vollständig durchzuglügen. Eine Luftzufuhr spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit einem Handföhn zum Kurbeln oder einem Blasebalg kann der Vorgang beschleunigt werden. Ein Anzündkamin funktionier allerdings am bequemsten und am schnellsten.

Hilfreiche Tipps für sicheren Grillspaß

Der Grillplatz sollte stets an einer freien und ebenen Position liegen. Zu Bepflanzung und Gebäuden muss ein ausreichender Abstand eingehalten werden. Zum Grillen sollten nur sicherheitsgeprüfte Geräte genutzt werden, die keinen scharfen Kanten aufweisen und kippsicher sind.

Papier, Nadelbaumzweige oder Altholz haben auf einem Holzkohle-Grill nichts verloren, da durch diese die Freisetzung von krebserregenden Stoffen gefördert wird. Zu verwenden sind nur Kohle oder Briketts. Der Grillmeister muss die Glut stets im Blick behalten und wachsam sein. Praktisch ist es, wenn alle benötigten Geräte griffbereit platziert werden. Zu diesen zählen Wender, Zange, Schürhaken und Grillkohle. In der Nähe des Grills sollte sich ebenfalls ein Feuerlöscher oder ein Wassereimer befinden.

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