Mittwoch, 08 Juli 2020 10:26

Endlich sanfter Tourismus durch die Corona-Krise?

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Die Corona-Krise hat sämtliche Bereiche des Alltags auf den Kopf gestellt. Besonders hart von den Auswirkungen der Pandemie wurde der weltweite Tourismus getroffen.

Im Zuge der immer weiter fortschreitenden Lockerungen rollt nun auch wieder die Reisebranche an. Diejenigen, die eine qualitativ hochwertige und umfassende Beratung bezüglich ihres nächsten Urlaubs wünschen, können sich bei Anbietern wie dem Reiseveranstalter Leipzig informieren.

 

Es ist allerdings wahrscheinlich, dass der Corona-Virus auch langfristig seine Spuren im Tourismus hinterlassen wird. Die beliebte spanische Stadt Barcelona wurde in den letzten Jahrzehnten beispielsweise durch die jährlichen Massen an Touristen buchstäblich überrannt und konnte nun in den Corona-Zeiten endlich wieder durchatmen.

 

Den Einwohnern von Barcelona hat dieser ungewohnte Zustand so gut gefallen, dass sie sich auch in den Zeiten nach Corona nur noch einen sanften Tourismus in ihrer Stadt wünschen. Doch ist dies überhaupt möglich?

 

Corona-Virus sorgte in Barcelona für Erholung

 

Die Straßen von Barcelona sind normalerweise mit Scharen von Urlaubern und Besuchern gefüllt. In Zeiten von Corona war es für viele Bewohner der Stadt seit langem das erste Mal wieder möglich, entspannt durch die leeren Straßen zu schlendern.

 

Natürlich sind die Einwohner von Barcelona nicht generell gegen Touristen, allerdings konzentriert sich nahezu das gesamte Treiben in der Stadt auf die Altstadt, wodurch die Mieten extrem in die Höhe steigen und sich die Anwohner durch die hohe Lärmbelastung massiv gestört fühlen. Doch die Freude über die leeren Gassen und Straßen wird auch dadurch getrübt, dass die Krise bei vielen Menschen zur Arbeitslosigkeit geführt hat. In Barcelona arbeitete vor Corona ein großer Teil der Menschen in Hotels oder der Gastronomie.

 

Barcelona will zu einem sanfteren Tourismus zurückkehren

 

Natürlich ist allen Menschen in Barcelona bewusst, dass die Ruhe nicht mehr allzu lange anhalten wird. Deshalb werden vermehrt Diskussionen darüber geführt, wie die Touristen-Exzesse, die in den vergangenen Jahren beobachtet werden konnten, zukünftig vermieden werden könnten – ohne, dass die Tourismusbranche unter den geringeren Einnahmen leide muss.

 

Besonders problematisch wird die Kolonisierung der Innenstadt angesehen. So möchte die Regierung von Barcelona in Zukunft wenigstens die Tagestouristen von der Costa Brava und den Kreuzfahrtschiffen abhalten. Der Plan ist, mehr Touristen anzuziehen, die mindestens für fünf Tage bleiben und sich für die Kreativszene der Stadt interessieren und weniger Party-Touristen.

 

Das Ziel, einen weniger aggressiven Tourismus zu etablieren, ist nicht einfach zu erreichen. Eine der größten Forderungen der Bevölkerung liegt darin, Hotelkapazitäten in Barcelona abzubauen, das gleiche gilt für die Touristenappartements, die vielen Menschen wertvollen Wohnraum wegnehmen.

 

Hoteliers distanzieren sich von Qualitätstourismus

 

Die Hoteliers in Barcelona stehen dem Begriff des Qualitätstourismus allerdings skeptisch gegenüber und wehren sich, bestimmte Touristen auszusperren. Sie warnen die Regierung der Stadt davor, übereilte und undurchdachte Maßnahmen zu ergreifen. Bis zum Ende des Jahres werden in Barcelona laut Prognosen wohl nur 45 Prozent der sonst normalen Touristenzahlen verzeichnet werden. Für die Hoteliers und Gastronomen wird das alles andere als rentabel.

 

Da die Interessen der einzelnen Parteien in Barcelona sehr gegensätzlich sind, wird auch die Diskussion über den zukünftigen Tourismus in Barcelona noch lange anhalten. Ob Corona so wirklich den Ausschlag für einen sanfteren Tourismus in der Stadt gegeben hat, bleibt daher abzuwarten.

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