Donnerstag, 19 Mai 2022 11:11

Computer selbst bauen: Diese Fehler vermeiden!

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Computer gibt es inzwischen in allen denkbaren Ausführungen und da sollte man eigentlich denken, dass für jeden etwas dabei ist. Sei es zum Arbeiten von zuhause, zur Video- und Bildbearbeitung oder fürs Gaming.


Wenn der PC allerdings nicht von der Stange und individuell auf die eigenen Bedürfnisse angepasst sein soll, ist die Option des Selbstbaus eventuell die bessere Wahl.

Welche Tipps man beachten sollte, damit es beim Selbstbau nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt, stellen wir euch in diesem Beitrag vor.

1. Budget setzen und clever aufteilen

Bevor man ans Aussuchen der verschiedenen PC-Komponenten geht, sollte man sich die Frage stellen: Wofür brauche ich meinen Computer und wie viel darf er kosten? Braucht man den PC nur für Office Anwendungen oder für Filme schauen, muss man kein halbes Vermögen für eine Grafikkarte ausgeben. In diesem Fall wäre es sinnvoller, das Geld in leise Lüfter und ein platzsparendes Gehäuse zu stecken. Bei einem Gaming-PC sollte das Augenmerk eher auf einer guten Grafikkarte und einer leistungsstarken CPU liegen.

Sinnvoll ist es außerdem, sich vorher eine Liste mit Teilen zu erstellen, die im späteren Computer verbaut sein sollen. Dabei dürfen natürlich die grundlegenden Teile nicht fehlen:

 

  • Hauptplatine (Motherboard, bzw. Mainboard)
  • CPU und CPU-Kühler (wichtig: Wärmeleitpaste nicht vergessen!)
  • Arbeitsspeicher (RAM)
  • interne Festplatte (HDD oder SSD)
  • Netzteil
  • Gehäuse

Optional können dann - je nach Bedarf - Teile wie Sound- oder Netzwerkkarte oder eine zusätzliche Festplatte mit eingeplant werden.

Wenn man sich schlussendlich mit den Preisen der einzelnen Teiler auseinandersetzt, kann einem schnell die Kinnlade nach unten fallen. Aber: Computerteile müssen nicht immer neu sein. Es gibt auch gute, gebrauchte Hardware, mit der man nicht nur seinen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schont.

2. Das richtige Werkzeug und der richtige Arbeitsplatz

Kartons aufreißen und loslegen? Das mag vielleicht bei Möbeln aus Schweden funktionieren, der Zusammenbau eines Computers hingegen braucht schon ein wenig mehr Vorbereitung. Es handelt sich hierbei immerhin um elektrische Teile, die eine spezielle Handhabung benötigen. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Montagebereich nicht statisch aufgeladen sein kann, eine gute Arbeitshöhe hat und gut beleuchtet ist. Teppich oder Metalltische gilt es zu vermeiden. Ein Holztisch auf Hüfthöhe mit einer flexiblen Beleuchtung, wie zum Beispiel einer schwenkbaren Schreibtischlampe ist gut geeignet, um den Computer zusammenzubauen. Aufgeräumt und sauber sollte er sein, damit man kleine Schrauben schnell findet und nicht unnötig viel Staub oder anderer Dreck in den PC gelangt.

Auch gutes Werkzeug ist das A und O. Ein magnetischer Schraubendreher mit wechselbaren Bits ist ideal. Somit muss nicht alle paar Minuten nach einem anderen Schraubendreher gesucht werden und wenn mal eine Schraube ins Gehäuse fällt, kann man diese leicht wieder heraus angeln.

Apropos Schrauben: Diese sind meistens schwarz, daher wird zu einer hellen Arbeitsfläche geraten.

3. Gebrauchsanweisungen und Schaltpläne lesen

Leider ist der Zusammenbau eines Computers alles andere als intuitiv. Vor allem, wer zum ersten Mal ein leeres Gehäuse und zehn voneinander unabhängige Teile vor sich liegen hat, wird sich schnell fragen, was man jetzt wo reinstecken muss. Die Bedienungsanleitungen schaffen an der Stelle meist schnelle Abhilfe. Beim Mainboard zum Beispiel ist jeder Steckplatz in der Gebrauchsanweisung beschriftet und vereinfacht den Anschluss von CPU, Grafikkarte und Co. ungemein. Auch simple Dinge, wie die Laufrichtung der Lüftung sollte dabei nicht vergessen werden und ist in den Beipackzetteln nachzulesen.