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Donnerstag, 04 Februar 2021 13:50

Druck auf die Druckbranche

Druckindustrie in der Zeit des Virus Druckindustrie in der Zeit des Virus

Was bedeuten ein paar rostige Kettenglieder und ein Vorhängeschloß vor einem Zufahrtstor zu einer Betriebsstätte oder vor einer Eingangstür zu einem Ladengeschäft? Solche Bilder werden automatisch mit Krise und düsteren Zukunftsaussichten assoziiert.

Der Band

Aus wievielen Bänden besteht eine vielbändige Enzyklopädie? Für eine Druckerei kann dies ein lohnenswerter Auftrag sein, möglicherweise. Im wievielten Band von Karl Mays gesammelten Werken lernen wir Winnetou und Old Shatterhand kennen? Viele Druckereiinhaber und -mitarbeiter können momentan nur davon träumen, solche "fette Fische" an Land zu ziehen. Gar mancher Betrieb, der Zeitungen, Gelegenheitsdrucksachen (wie etwa Flugblätter, Prospekte, Broschüren, Speise- Eintritts- oder Visitenkarten, Fahrpläne, Formulare und Totenzettel), Etiketten, Verpackungsmaterialien, Personalausweise oder Geldscheine bedruckt, ist in der schon bereits fast ein ganzes Jahr andauernden Virenzeit in arge wirtschaftliche Bedrängnis geraten. Weniger Kundschaft, weniger Aufträge, geringeres Volumen lassen Krisenmodus und Krisenszenarien wahr werden.

Die Band

Durch diverse enschränkende bzw. eindämmende Maßnahmen sind weite Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens betroffen. Musikgruppen haben es schwer, öffentlich aufzutreten, Museen müssen notgedrungen auf Aufstellungen verzichten, Weihnachtsmärkte, Workshops und Wellnessbereiche existieren nur unter Auflagen oder sind ganz gestrichen. Wie man auf https://www.saechsische.de/arbeit/die-pandemie-und-deren-auswirkungen-auf-die-druckbranche-5370006.html nachlesen kann, ist es ohne größere Bedeutung, ob es sich nun bei den betroffenen Firmen um Tiefdruck- oder Offset-, um Tampon-, Sieb- oder Digitaldruck handelt – der Auftragsstand hat deutlich nachgelassen, in einem großen Maßstab ist Kurzarbeit angemeldet, werden Mitarbeiter gekündigt, Notprogramme gefahren.

Das Band

Werden neue Einkaufszentren und Museumspavillons fertiggestellt? Neue Kindergärten und Schwimmbäder eingeweiht? Neue Straßenabschnitte und Brücken dem Verkehr übergeben? Eines ist sicher: Aus Pandemiegründen ist weniger Publikum dabei, findet mehr an Aufmerksamkeit im digitalen als im analogen Bereich statt. Weniger einschlägig beschriftete Bänder werden durchgeschnitten, weniger Broschüren und Reden aus diesem Anlaß gedruckt, dafür aber leider auch mehr Insolvenzen angemeldet.